Voruntersuchungen zur Entwicklung eines medizinischen Bohrverfahrens mit gleichzeitiger Bestimmung der Länge des Bohrkanals

In der Chirurgie und Orthopädie werden im Rahmen der Versorgung von Knochenbrüchen, aber auch bei der Korrektur von Fehlstellungen des Skelettsystems, Metallimplantate zur Stabilisation in den Knochen eingesetzt. Dabei kommen in vielen Fällen Metallplatten zum Einsatz, die mit dem Knochen verschraubt werden, um die Bruchstelle zu fixieren. Dabei werden Schrauben durch den gesamten Knochen hindurch, verschraubt. Eine zum jeweiligen Bohrkanal genau passende Schraubenlänge ist für den Heilungserfolg von entscheidender Bedeutung. Die bisher übliche Bestimmung der Länge des Bohrkanals mit Hilfe einer Messlehre ist jedoch umständlich und sehr fehleranfällig.

Knochen bestehen aus verschiedenen Schichten mit unterschiedlichen spezifischen Materialeigenschaften (z.B. Dichte, Härte). Die Arbeit zielt darauf, die Machbarkeit eines neuen Verfahrens zu untersuchen, mit dem die beim Bohren entstehenden Schwingungen und Kräfte sowie die Bohrtiefe während des Bohrens gemessen und zur Bestimmung der richtigen Schraubenlänge ausgewertet werden.

Die individuell zu gestaltende Aufgabenstellung bietet die Möglichkeit an aktuellen Forschungsinhalten mitzuwirken. Denkbare Aufgabenstellungen zielen auf die Erstellung eines Laboraufbaus für die Durchführung von Bohrversuchen und auf die Auswertung der dabei erfassten Messdaten ab.

Ihr Profil

  • Studierende/r der Produktionstechnik, des Systems Engineerings oder des Wirtschaftsingenieurwesens
  • Interesse an Forschungsinhalten in der Messtechnik
  • Interesse an der Durchführung von Laborversuchen
  • Fähigkeit zur autodidaktischen Einarbeitung in neue Themenfelder
  • Gutes technisches Verständnis
  • Selbstständiges Arbeiten und Teamfähigkeit

Kontakt

Michael Sorg
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Telefon: +49 (0)421 218 646 20

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